Michelle Schmidt ist eine Frau, voller künstlerischer Leidenschaften, eine Frau, die schon lange Zeit ihr Ding durchzieht, ohne dass sie je eine der hohen (Kunst-)Schulen besucht hat. Dennoch ist sie so ausgesprochen talentiert und mitreißend in ihrer Art, dass sie kaum wegdenkbar in der Kulturlandschaft Brandenburgs ist. Ich weiß nicht, wie lange ich ihren Namen schon kenne, nur, dass ich sie irgendwann vor Jahren schon wahrgenommen habe, als DJane, als kongeniale Spielpartnerin von Steffan, als Inhaberin eines Klamotten-Ladens, als Regisseurin, als Mensch. Nie hatte ich das Gefühl, dass ihr Ego besonders ausgeleuchtet sein muss, wenn sie nach all ihren wandelbaren, humorigen wie nachdenklichen und immer wieder überzeugenden Darbietungen bescheiden zurücktritt, als hätte sie mit all dem, was sie uns gerade so Wundervolles gegeben hat, kaum etwas zu tun. Und wenn sie darüber hinaus an Brennpunkt-Schulen geht, um mit Kids, die manch Anderer schon längst abgeschrieben hat, tief berührende, gesellschaftskritische Theaterstücke zu entwickeln und dabei eben diesen Kids auch in der Arbeitsweise zeigt, dass sie ohne Mobbing und mit gegenseitiger Wertschätzung ein viel besseres Lebensgefühl als bisher entwickeln können, dann ist dieser Dienst an der Gesellschaft unbezahlbar. Michelle ist mir zutiefst sympathisch und ich schätze sie aufrichtig für ihr Tun als Künstlerin und als Mensch. Umso mehr bin ich nun in meinem Inneren bewegt, als ich erfahren muss, dass sie an einer schweren Krankheit leidet, die sie nun erst einmal aus ihrem gewohnten Leben nimmt und es ihr unmöglich macht, weiterhin aufzutreten oder auszubilden. Wie bei den Meisten von uns seltsamen Menschen, die ihre Kunst über alles lieben und dementsprechend nicht wahnsinnig weit vorausschauend und finanziell effizient leben, gab es auch bei Michelle kaum die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit große Rücklagen zu bilden. Wenn es aber dieser Tage auch etwas Erfreuliches gibt, dann, dass bereits viele Menschen sich bereiterklärt haben, Michelle nicht nur mental, sondern auch finanziell zu unterstützen. Wir alle würden uns sicher freuen, wenn noch einige dazukämen und sich Michelle an dieser Stelle zumindest sorgenfrei ganz auf ihre Genesung konzentrieren kann. Dieses Mal geht es nicht um irgendein Projekt, sondern um so viel mehr. Wir brauchen sie! Geben wir ihr Rückenwind...
Danke an alle, die unterstützen!
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