ImPulse (2011)

 

booklet_1 "ImPulse" ist das Album des gemeinsamen Projektes von Torsten Gränzer und Thoralf Pötsch, welches zwischen 2006 und 2010 von elf Musikern eingespielt wurde. Aufgenommen und abgemischt im Domizil Puls-T sowie im Blockhausstudio Lütte ist es gelungen, eine Reise durch unterschiedliche Stilrichtungen zu unternehmen, deren Klänge als „Puls-Sound“ bezeichnet werden können. Dabei wurde eine Fahrt durch verschiedene musikalische Zeitalter unternommen, bei der es gelang, trotz der verschiedenen Anleihen modern zu klingen.

“ImPulse“ bedeutet das erste Album für Torsten Gränzer nach Fauxpas. Nach einer Entstehungszeit von fast fünf Jahren und vielen Songideen haben es letztendlich zwölf Titel auf das Album geschafft. Mensch und Menschsein als Thema wurden in unterschiedlichstem Soundgewand verpackt. Grenzenlose musikalische Freiheit ohne Korsett, das zeichnet dieses Puls-T Album aus.



Besetzung

Thoralf Pötsch (Kompositionen, Arrangements, Gitarre, Sounds)

Thomas Große (Bass)

Gunnar Göritz (Schlagzeug)

Torsten Gränzer (Texte, Gesang)

Stefanie Deisler (Gesang)

Anja Weidner (Gesang)

Göran Schade (Perkussionen)

Jana Gryszcyk (Gesang)

Franziska Baum (Gesang)



Produktion

aufgenommen von Thoralf Pötsch und Jürgen Block im Domizil Puls-T sowie Blockhausstudio Lütte, 2007-2011 

Cover-Artwork von CeS - Thearter-Galerie

 

Titel, Texte und Hörbeispiele



Das bin ich

 
 
Du hast es ja geahnt, vielleicht wusstest du es schon, ich bin kein Lieblingsschwiegersohn
Manchmal bin ich etwas ungeschickt, hab mich hin und wieder in den Hintern gef...
Bin schon seltsam und ein Beweis, der Beweis dass auch der Schöpfer scheißt
Jeder Fauxpas trägt meinen Namen, Hat das nicht auch seinen Charme?
 
Natürlich könntest du mir erzählen, was ich besser machen könnte und was dich so quält
Was mir fehlt zu deinem Glück, wie ich mich biegen könnte Stück für Stück
drehen wir uns letztendlich im Kreis, also hör mir zu und lassen wir den Scheiß
Du fährst mit mir eine bekannte Tour  und in mir bleibt Langeweile nur
 
Ich hab schon früh meine Unschuld verloren und dir niemals die Treue geschworen
immer mal wieder was ausgeheckt und mich nur hinter mir selbst versteckt
den Tritt in  den Arsch nehm‘ ich nicht hin, so leid es mir tut, danach steht mir nicht der Sinn
Nenn mich Idiot oder einfach schwach, hab ich alles schon gehört, ist doch völlig klar
 
 
Oh. Das bin ich, Das bin ich, Das bin ich, 
Oh Das bin ich, Und Ich bin nicht, das was Du willst
der, den Du stillst
 
Der den Du willst
Den Du beherrschst
Den Du verarschst
Der Dich verführt
Der Dich berührt
Der mit dir geht
Der dich versteht





Geht‘s noch?

Arbeitslose Talkshowgucker – Tätowierte Samenschlucker
Designierte Pokerspieler - 89er Wendeverlierer
Das Leben wurde etwas teurer – Mehrwert-, Mineralöl- und Kirchensteuer
Psychoanalyse, Verhaltenstherapie – elektrischer Stuhl, Humanpsychologie
Heterosex kämpft gegen schwul – Motorradfahrer sind immer cool
Wir sind nicht Weltmeister – aber Papst 
Pisa ist ein Pool an dem Du darbst
 
Elefantenhochzeit – Sozialverdruss - Hartz IV – Milliardenüberschuss
Der Betrug lebt ungeniert – die Unterschicht ist registriert
Die Wahrheit stirbt vor der Wahl – geistig nackt wird neonazional 
Beim Exodus bitte sich zu beeilen, 
Wem gehören  die Bonusmeilen?
 
Geht’s noch?  -  Geht’s noch???
 
Triebverlagerung ins Internet – Insuffizienz im heimatlichen Bett
Um Kinderliebe horizontal - kümmert sich ein Tribunal
Überfahren einer Ampel bei Rot – bringt einen Monat Fahrverbot
Fokussieren wir das Schöne – 
Mannheims Söhne gibt’s als Klingeltöne
Geht’s noch?  -  Geht’s noch???
 
Wall Street sichtet Haifischflossen – Lennon wurde abgeschossen
Ressourcenkampf und Absatzgebiete – Dax und Nikkei und Rendite
Freiheitsstatue - Guantanamo – Irak und Afghanistan sowieso
Leichensäcke flaggenbedeckt – 
Völkerstämme an Sarin verreckt
 
Geht’s noch?  -  Geht’s noch???
Prostitution hat Konjunktur – wir verkaufen euch die Bilder nur
Fußballkrieg heißt: „Auf die Fresse!“ – Berichterstattung steigert das Interesse
Counter Strike am Gutenberg lässt gedeihen einen Zwerg
Soziale Phobien wollen ins Virtuelle reisen
Fastfood bringt Obstipation beim Scheißen
 
Geht’s noch?  -  Geht’s noch???
Klimawandel, CO²-Außstoß – Tabakwerbung, Rauchverbot
Futterkonkurrenz ist furchtbar stark – up to date und Herzinfarkt
Bungee Jumping und Qi Gong – treiben uns kurzzeitig davon
Reize begegnen uns im Überfluss – wir beschließen das Kalenderjahr mit Verlust
Geht’s noch?  -  Geht’s noch???
 
Leben mit geringer Gewinnspanne, nennt es Resozialisierungspanne
Hier machen wir mal Schluss, weil das Kollektiv sich übergeben muss

 



Gift

 

 
Ein Abend wie viele, ich verlasse das Haus
Eine Nacht wie andere, es zieht mich raus
Straßen im Dunkel, durchbrechendes Licht
Schemenhafte Gestalten, sehen mich nicht
Meine Kammer ist ein Ort, der sich um mich dreht
Leben ist ein Wort, das von mir geht
 
Ich hab Gift bestellt
 
Ich fliehe mit dem Sturm, uneinholbar fort
Fühle mich ganz nah, an der Sehnsucht Hort
Es wird mehr, ich wechsle die Substanz
Verlasse mich und gehöre ihr ganz
 
Ich hab Gift bestellt
Und verlasse die Welt
Ich hab Gift bestellt
Und geh von dieser Welt
Ich hab Gift bestellt
Ich hab Gift bestellt
 
Ich fliehe vor mir, ich fliehe vor uns
suche Trost, suche Trauer, töte Aggression
verlassenes Licht, verlorener Traum
blutende Steine, hören sich kaum
 
Ich hab Gift bestellt
Und verlasse die Welt
Ich hab Gift bestellt
Und geh von dieser Welt
Ich hab Gift bestellt
Ich hab Gift bestellt
 
 



Die Welle

 
Wir verleihen uns Flügel
nichts ist unerreicht
nichts ist uns unmöglich
unsere Lichter strahlen weit
ich weiß was du wünschst
und habe Spaß im Glas
alles schmeckt uns natürlich
und kriecht vor uns zum Fraß
Meine Seele lebt woanders
 
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
tanzen wir durchs Licht, immer im Kreis
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
in `ner schillernden Welt, mit nem farbigen Kleid
 
Die Stimmen kreisen um mich rum
verblöden verkaufen mich für dumm
sie beschreiben mir das Geschehen
doch ich hab auch Angst gesehen
 
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
tanzen wir durchs Licht, immer im Kreis
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
in `ner schillernden Welt, mit nem farbigen Kleid
 
Euer Stück vom Himmel es schmeckt mir nicht
es ist öd und fad und widerlich
Mein Puls schlägt hoch, wird wieder seicht
die Wut in mir marschiert nicht gleich
Ich sing nur ein Lied sonst werd ich verrückt
Ich atme noch, lehne mich zurück
 
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
tanzen wir durchs Licht, immer im Kreis
Auf der Höhe der Welle am Puls der Zeit
in `ner schillernden Welt, mit nem farbigen Kleid
 
Auf der Höhe der Welle
In der Hölle der Welle



Heimat

Manch einer macht’s an einer Fahne fest
Ein anderer an einer Ideologie
Manch einer hält verzweifelt daran fest
der Nächste findet sie nie
 
Einer wohnt bei Muttern
Und merkt nicht, wie krank es beide macht
Manch einer sieht sie nur von fern
Ein anderer nur in der Nacht
 
Sag mir wo zu Hause ist
Wo steht dein Heim?
Sag mir, wo du dich geborgen fühlst
Wo kannst du du selbst sein
 
Ist es ein Ort auf dieser Welt
Oder doch ein Gefühl
Bist Du noch auf der Reise
Sucht dein Herz Asyl
Wo bist Du geboren
Wo führt Dein Weg Dich hin
Hast Du Dich schon verloren
Spricht in Dir noch ein Kind
 
Sag mir wo zu Hause ist
Wo steht dein Heim?
Sag mir, wo du dich geborgen fühlst
Wo kannst du du selbst sein
 
Sag mir wo Deine Heimat ist
Wo ist Dein Zuhaus
Sag mir wo Du Dich geborgen fühlst
Wo hältst Du es aus



Farben

Verblendeter Geist, Ideale überholt
Blicke reichen nicht weit, sind am Horizont verbohrt
Bist du ein Fanatiker, der falschen Rebellion
Bist du der blanke Hass, doch wurdest du so geboren
 
Das, was du gerne hättest, erreicht dich nicht
Such die Schuld bei anderen, doch die zeigen auf dich
Wie nennt sich deine Wahrheit, heißt sie rechts oder links
Siehst du in dich hinein, und spürst du, wo es stinkt 
 
Die Farben der Welt 
Sind gezeichnet, wie du es willst
Die Farben der Welt
Sind manchmal grell und auch mal schrill
Die Farben der Welt
Geben mehr her, als braun und rot
Die Farben der Welt
Komm sei kein Idiot, denn Hass ist erfrorene Liebe
 
Dein Leben verläuft in schiefen Bahnen, 
Siehst du dich oder siehst du mich, und willst du hinterfragen
Kein Führer lebt dein Leben, kein Gott wird es für uns tun
Kein Mensch wird für uns denken, niemand gibt uns die Absolution
 
Die Farben der Welt 
Sind gezeichnet, wie du es willst
Die Farben der Welt
Sind manchmal grell und auch mal schrill
Die Farben der Welt
Geben mehr her, als braun und rot
Die Farben der Welt
Komm sei kein Idiot, denn Hass ist erfrorene Liebe



Panik


 
Alles wird eng, das ist mein Planet
Ich fühle ich muss kotzen, alles zu spät
Finde mich gefangen in weitem Raum
Trete um mich doch beweg mich kaum
 
Ich bin dort, wo ich schon einmal war
am Kap der Angst, jenseits von stark
Ringe nach Luft, Schweiß an mir klebt
Ich ersticke, weil nichts mehr geht
 
Es ist kein Spiel mehr, ab hier wird es ernst
Bin mir nicht sicher ob du etwas merkst
Im Labyrinth der Gefühle allein
Bin ich weit entfernt vom Glücklichsein
 
Angst, die mich lähmt
Angst, die mich beschämt
 
Ich habe Panik
 
Nicht dabei zu sein
 
Panik
 
Zu früh zu gehen
 
Panik
 
Auf der Strecke zu bleiben
 
Panik
 
Dass es nicht weitergeht



Durch die Wüste


 
Trag mich durch die Wüste, zeig mir einen Weg
Bring mich durch verdorrtes Land, sprich zu mir wenn es geht
Finden wir die gleiche Sprache, so, dass wir verstehen
 
Weißt du immer was du suchst
Weißt du immer, wie du fühlst
Weißt du immer wen du liebst
Und was du verdienst
 
Wohin führt dein Weg,
wankt dein Schritt
Wohin es auch geht
Ich komme mit
Bist du innerlich zerrissen
Ändert sich dein Traum
Hast du dich weggeschmissen
Kannst du vertrauen
 
Trag dich durch die Wüste
 
Hältst du an etwas fest
Das dir keine Ruhe lässt
Leben Dämonen in dir
Frisst dich Angst in Gier 
 
Ich will alles wissen, alles von dir
Durchbrechen wir das Schweigen, vertraue mir
Ich will alles wissen, auch wenn der Schmerz uns küsst
Ich bin für dich da, auch wenn du es manchmal vergisst
 
Trag mich durch die Wüste



Die Jahre



Manchmal seh‘ ich mich im Spiegel an und ich krieg ein bisschen Angst
An mir nagt der Zahn der Zeit, werde ich weise, oder nur alt
 
Manchmal trug ich eines anderen Kreuz, schleppte mich weiter als weit
Habe Engel ziehen sehn und den Teufel oft bereut
 
Oh es ist wohl okay wie es ist -  dass die Zeit an mir frisst
Oh es ist wohl okay wie es ist, dass man manches auch vergisst
Jahre vergehen, Zeit bleibt nicht stehen - Rosen verblühen und Winde verweh‘n 
Alles alles hat seine Zeit, Narben im Herz und Risse im Kleid
 
Es gibt wohl für alles Gründe, dass ich bin sowie ich bin 
Einen Grund für jede Sünde, doch es ist alles nicht so schlimm
 
Oh es ist wohl okay wie es ist. Dass die Zeit an mir frisst
Oh es ist wohl okay wie es ist, dass man manches auch vergisst
Jahre vergehen Zeit bleibt nicht stehen - Rosen verblühen und winde verwehn
Alles alles hat seine Zeit, Narben im Herz und Risse im Kleid

 



Auf Wiedersehen



 
Ich kann nicht aus meiner Haut, könnt ihr das verstehen 
hätte es manchmal gern gewollt, doch dann blieb ich stehen 
Ihr geht einen anderen Weg, einen anderen Weg als ich 
gehen an uns vorbei, wir sehen uns nicht 
 
Sind wir Brüder im Geist, empfindet ihr wie ich 
ward ihr Mittel zum Zweck, ich weiß es nicht 
Wir haben uns um Entscheidungen gedrückt 
ich quälte mich, wurde fast verrückt 
haben an uns vorbei gelebt, wir haben uns verfehlt 
 
Wir kratzten an Oberflächen, haben uns bestohlen 
machten falsche Versprechen, es gibt nichts mehr zu holen 
ich habe alles aufgegeben. alles was ich bin 
fahre weiter durch mein Leben, immer weiter - irgendwohin 
 
Wir kratzten an Oberflächen, haben uns bestohlen 
machten falsche Versprechen, es gibt nichts mehr zu holen 
ich habe alles aufgegeben. alles was ich bin 
fahre weiter durch mein Leben, immer weiter - Auf  Wiedersehen 
 



Schlaflied


 
Wieder ist ein Tag vorbei - was hast du aus ihm gemacht?
Lag Glück auf deinem Weg, hast du heute auch gelacht?
Vielleicht möchtest du weinen – ich hör dir zu
Schütte mir dein Herz aus – und es findet Ruh
 
Schlaf Räubertochter, schlaf bald ein,
ich hab dich lieb, hier darfst du sein.
 
Auch wenn die Wölfe heulen, Stürme durch dein Leben ziehen,
hier bist du sicher, kannst in meine Arme fliehen
Fürchte nicht die Dunkelheit, der hellste Stern bist du
Die anderen leuchten nur für dich, meine Wärme deckt dich zu
 
Irgendwann wirst du fortgehen, und stärker sein als ich, 
Verzeih mir meine Fehler, und vergiss mich nicht
Wenn du glücklich wirst, dann hab auch ich viel vollbracht
dann war alles nicht so schlimm,  ich wünsch dir leise: Gute Nacht
 
 
 

Tanz der Elfen

Instrumental
 
 
    

 

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