Neues & Gedanken

 

Nummer 1

Die Geschichte(n) der Menschheit sind millionenfach erzählt und ausreichend über sie philosophiert worden. Nun kommt eine weitere Erzählung hinzu über das ewige Dilemma einer keinen Frieden findenden Spezies, deren übermäßiges Wachstum sich am Ausmaß ihrer Verwüstungen am ehesten messen lässt. Wo jedoch einst das Blut, das auf die Erde tropfte, schnell veronnen und überwuchert war, sind Schäden nun für Generationen - sollte es sie noch weiterhin geben - sicht- und spürbar. 

Während Technologien ins All wachsen, bleibt Verstand oft unter dem Boden und letztendlich ist es wohl erwiesen, dass der Mensch umso brutaler tötete, seitdem er sesshaft und besitzend wurde - bis hin zur heutigen Perfidität. Seine Berge von Leichen, Kadavern und eine ausgeschürfte, vergiftete Erde auf einem unter seiner Milliardenlast ächzenden Planeten nennt er Freiheit und bei all jenem ist es schwer zu verinnerlichen, dass dieser Mensch im Grunde ein soziales Wesen ist, welches ohne seine Artgenossen nicht auskommt - im besten Fall als zugewandter Weggefährte, im schlechtesten als Untertan. Wieder einmal scheinen es Verluste oder das Nichterleben von Liebe und Zuwendung zu sein, der hinter den Boshaftig- und Widerlichkeiten steht, die Menschen bereit sind, sich anzutun. Wann auch immer eine zarte Regung der Liebe sich in ihnen zeigen möge, wird jene oft von einer misstrauischen, missbilligenden Umwelt zunichte gemacht und damit auch das zerstört, was Menschen möglicherweise willens gewesen wären, es freiwillig zu geben. Diese Liebe möge gepaart sein mit der Weitsicht einzuschätzen, was von Vorteil für das Gros unserer Spezies wäre...
So zumindest wird es in "Es war einmal" gesprochen und um möglichst nicht zum zynischen Mörder der Seelen Anderer und somit seiner eigenen zu werden, dosiert der Erzähler in diesem Stück den Kontakt mit Menschen auf das Minimalste und verkriecht sich letztendlich und vorsichtshalber unter einem Stein.
Das Eröffnungstück unseres Albums ist wirklich düster. Wir geigen, klopfen, sprechen und tanzen es auf einer brennenden Erde, die sich möglicherweise erst ohne dem menschlichen Treiben erholen kann. Wer unser Schaffen allerdings kennt, weiß, dass wir hin und wieder den ein oder anderen Lichtmoment finden. In diesem Stück aber lässt sich eine gute Weile danach suchen...

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