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Zwischen Lähmungen und Pulsationen...
Mittwoch, den 10. März 2010 um 09:07 Uhr

Die Familie ist auf einem anderen Kontinent, dort, wo es richtig warm ist, und mich küssen seltsame Gefühle von Einsamkeit und Aufbruchstimmung.

 
Und so finde ich zwischen einigen Tränen, die mich schon wieder lähmen wollen, doch den Weg, den täglichen Alltag zu bewältigen. Es ist gerade jetzt sehr anstrengend, Veranstalter, Labels und Vertriebe zu kontaktieren, zu planen, sich Absagen einzuhandeln oder ignoriert zu werden und trotzdem weiterzumachen. Denn ich weiß, wo ich hin will: Zurück auf die Bühne! Und ich weiß, dass es sich lohnen wird. Die Aufnahmen zum Album machen immer mehr Spaß und es ist mir ein hoher Genuss, wenn ich erleben darf, wie Thoralf diese für mich starken, immer besser werdenden Songs jetzt durch spezielle Sounds veredelt. Das Sahnehäubchen sind dabei die Frauen, die erst jetzt zum Einsatz kommen und sich endlich entfalten können. Ja, ich bin stolz darauf, was da entsteht, freue mich, dass ich mit so großartigen Menschen und Künstlern zusammenarbeiten darf. Natürlich haben wir auch Sorgen, und das ist wie fast immer die Finanzierung. Aber gute Qualität verlangt nach fähigen Leuten und die möchten bezahlt sein. Wir werden auch dieses Problem gemeinsam lösen und wenn letztendlich das Album Jürgens Studio in Lütte verlässt, weiß ich jetzt schon, dass da ein wirklicher Meilenstein in meiner Lebensgeschichte und hoffentlich auch in derer der anderen gesetzt wurde. Und es kribbelt im Arsch. Im Herbst/Winter dann soll es auch endlich so weit sein. Mindestens in unserer Heimatstadt werden wir uns dann präsentieren... Und meine jetzige Schreibwut werde ich einmal wieder in Veranstalteranschreiben und das Kontaktieren von Künstlerkollegen verlagern. Denn es wird nicht einfach sein, gerade mit unserem Aufwand von mittlerweile 10 Leuten Veranstalter und Bühnen zu finden... Apropos zehn Leute: Wir sind nun noch einer mehr. Willkommen Anton Kirch an der zweiten Gitarre! Anton ist blutjung,  ein Schüler von Thoralf und weiß in einem Alter, in dem ich noch dem feuchtfröhlichen Rockerleben nachging, genau, wo er hin will und hat sich bereits mit einem eigenen, genialen Song grandios eingebracht. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Schön, mit solchen Menschen musizieren zu dürfen!
 
Zwischendurch gehe ich dann mal mit meinem alten Hundefreund Gonzo in den Wald, was vor einigen Tagen ein wirkliches Vergnügen war. Da fielen mir im schmelzenden Schnee bei den ersten warmen Sonnenstrahlen diese Zeilen ein:
 
 
ich liebte den Schnee, der nun langsam wieder geht
und ein Hauch von Leben ihn jetzt wieder umweht
kraftvoll seine Bewegung, die mich lachen lässt
im Schein einer sanften Sonne halte ich den Augenblick fest
laut seine Stimme ruft durch den Wald
ist voller Kraft und ich weiß nun: er ist noch nicht alt
 

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